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Fest für das Leben 2011 mit Schweigemarsch
Jeden Tag werden Tausende Kinder getötet! Wir treten ein
für das Lebensrecht der wehrlosesten Mitglieder unserer Gesellschaft!


Auch 2011: Mitten in der Frankenmetropole Nürnberg treten wir weithin sichtbar ein für das Lebensrecht ungeborener Menschen!

Beachten Sie bitte auch unsere Bildergalerie!

Auch in diesem Jahr fand unser „Fest für das Leben“ statt. Kurz nach 10 Uhr am 16. Juli haben wir uns an der Lorenzkirche in Nürnberg eingefunden, um gemeinsam auf das größte Unrecht in unserem Land aufmerksam zu machen: An jedem Werktag müssen in Deutschland etwa 1000 Kinder sterben, weil sie — aus unterschiedlichen Gründen — von ihren Eltern nicht erwünscht sind.

Zunächst unser herzliches Dankeschön an alle Aktiven, Mitarbeiter, Freunde und Interessierte:

Vielen Dank für Euer Kommen! Es ist wichtig, dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen für das Lebensrecht ungeborener Menschen, damit die Stimme der wehrlosetsten Mitglieder unserer Gesellschaft durch unser Zeichen „sichtbar“ und gehört wird.

Mit dabei waren:

• 1000 Paar Kinderschuhe; sie stehen für die abgetriebenen Kinder pro Tag;

• Menschen berichteten aus ihrem Leben,
   über Vergebung und Versöhnung und einen neuen Lebensinhalt

Viele Aktive und Mitarbeiter waren an der Lorenzkirche anwesend. Mehr als 500 Passanten blieben stehen, hörten zu oder oder wurden durch Handzettel und Broschüren informiert. Viele Fragen konnten in persönlichen Gesprächen beantwortet werden. Gemeinsam sind wir danach in einem weithin sichtbaren Zug hinunter zum Hauptmarkt und von dort aus auf der westlichen Seite über die Fleischbrücke, die Kaiserstraße, den Josephsplatz bis zum Weißen Turm marschiert, wo wir das Ehekarussell drei Mal umrundeten, bevor wir mit knapp 70 Personen in der gegenüberliegenden Elisabethkirche zu einer kurzen Andacht verweilten.


Claudia Wellbrock berichtete und erzählte Musikalisch von den seelischen Schmerzen, die ihre Abtreibung verursachte. Von ihren Erfahrungen berichtet sie auf Lebensrechtsveranstaltungen in ganz Deutschland, siehe auch das Youtube-Video hier!
Besonders eindrücklich hat die Liedermacherin Claudia Wellbrock aus ihrem Leben berichtet und auch gesungen.

Wellbrock, aufgewachsen in der atheistisch geprägten DDR, hat ihr erstes Kind abgetrieben, als sie schwanger war und aus beruflichen Gründen meinte, sich kein Kind „leisten“ zu können. Noch im Krankenhaus hat sie die große Schuld, die sie auf sich geladen hat, erkannt, doch es gab kein Zurück mehr. Später, nachdem sie bereits einen Selbstmordversuch hinter sich hatte, erlebte sie Gottes Vergebung und fand Frieden. Sie musste erkennen: Die seelischen Schmerzen und die depressiven Stimmungen, die wir heute als Post-Abortion-Syndrom bezeichnen, die gibt es wirklich. Doch sie hat auch Frieden gefunden durch die heilende Kraft Gottes.

Hier ein Ausschnitt aus einem ihrer Lieder, die sie an zahlreiche interessierte Zuhörer gerichtet hat (Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung):

Der Gott, der Dich mir anvertraute, // kannte mein großes Ich,
trotzdem hat er Dich mir gegeben // und ich, ich wollte Dich nicht.
Man sagt die Zeit heilt Wunden, // doch geheilt werde ich wohl nie […]
Nun ist schon einige Zeit vergangen // und Schmerzen sind noch da,
doch die Wunden werden geheilt, // durch Jesu Sterben auf Golgatha.
Meine Schuld hat er mir vergeben […]
Frieden haben wir beide gefunden, // denn wir werden beide geliebt.

Andere Referenten haben ebenfalls vom Post-Abortion-Syndrom berichtet. Diese Krankheit ist zwar noch nicht wissenschaftlich anerkannt, weil in unserer Gesellschaft nicht sein kann, was nicht sein darf; allerdings stellen Millionen Frauen weltweit fest, dass diese Depressionen und diese seelischen Schmerzen existieren und sie beklagen sich vielfach darüber, dass man sie nicht zuvor darüber aufgeklärt hat. Es gibt Bestrebungen von Seiten der Lebensschützer, dass diese Symptome als anerkannte Krankheit in das ICD-10-Schema aufgenommen wird.


Lebensfreude trotz Behinderung!
Andere Referentinnen berichteten davon, wie Lebensrechtsorganisationen wie z.B. Alfa oder Rahel praktische Hilfe leisten, auch schon vor einer Abtreibung, um das Austragen des Kindes zu ermöglichen und Frauen Hilfen anzubieten, die ihnen die Schwangerschaft und die anschließende Erziehung des Kindes erleichtern und damit sie ihre Verantwortung für das Kind z.B. mit ihrer beruflichen Situation in Einklang bringen können.

Beeindruckend sind aber auch andere Begegnungen am Rande der Veranstaltung. So hat sich ein 73-jähriger Mann eine Plakatwand umgehängt (siehe Bildergalerie!), auf der er sich als Opa von 10 Enkelkindern ausgibt. Das letzte (elfte) Enkelkind kam gerade einen Tag vorher zur Welt. Er ist glücklich über seine Kinder und Enkelkinder und ist froh, dass keines dieser Kinder abgetrieben wurde.

Eine einarmige Frau tanzte ein wenig zu den Rythmen der Percussiongruppe. Auf die Bitte um Erlaubnis, ein Foto von ihr abbilden zu dürfen, erklärte sie, sie sei als Behinderte stolz darauf, ihre Kinder und ihren Beruf als Alleinerziehende und als Behinderte unter einen Hut gebracht zu haben. Sogar ein behindertengerecht umgebautes Auto hatte sie sich lange Zeit leisten können. Freilich, jetzt als Rentnerin würde sie sich etwas mehr Geld wünschen, sie sei aber trotzdem zufrieden und froh über alles Erreichte.

Der Platz vor der Lorenzkirche war gut gefüllt. Es waren Marktstände aufgebaut und viele Leute aus Nah und Fern besuchten die Lorenzer Altstadt zum Einkaufen. Wir sind zuversichtlich, dass wir bei vielen Besuchern, vielleicht nur kurz, vielleicht auch länger, einige Aufmerksamkeit erzeugen konnten. Vom Anfang bis zum Ende der Veranstaltung dürften einige Hundert Besucher auf unser Anliegen aufmerksam geworden sein.

Es ist und bleibt festzuhalten: Ein Volk, das seine Kinder tötet, hat keine Zukunft!

Autor: C. N.


Kontakt:

Andreas Kotzke
Aktionskreises „Weisser Friede“, Tel. 0911—69 93 58

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